Presse

Bologna aussitzen!

Hochschulverträge, Bildung, Forschung

Berlinweite Interessenvertretung der Langzeitstudierenden gegründet!

In Anbetracht der derzeitigen hochschulpolitischen Katastrophe, sind zahlreich Langzeitstudierende Berliner Hochschulen aus ihrem wohlverdienten hochschulpolitischen Ruhestand zurückgekehrt, und haben am vergangenen Wochenende, „Bologna aussitzen!“ gegründet.

„Bologna aussitzen!“ versteht sich als berlinweite Plattform für Studierende die die sogenannte Regelstudienzeit - dem Sinn nach eher Mindeststudienzeit – überschritten haben.

Kontakt: info(at)bologna-aussitzen.de
Presseinformation bologna-aussitzen (pdf, 182 KB)

Gegen die Exmatrikulation von Langzeitstudenten

Walter Momper protestiert friedlich gegen die Exmatrikulation von Langzeitstudenten, wie der Tagesspiegel berichtet:

„Sitzen bleiben oder aufstehen?“ Nie wird Walter Momper den Ort vergessen, an dem er mit dieser Frage rang, und noch heute erinnert er sich des mulmigen Gefühls, das ihn erfasste: Damals, am 22. Juni 1966, hatte er sich mit 3000 Studenten im Lichthof des Henry-Ford-Baus der Freien Universität versammelt, um friedlich gegen die Exmatrikulation von Langzeitstudenten zu protestieren. Der Rektor, Professor Hans-Joachim Lieber, bat die Studenten, das Gebäude zu verlassen. Fast alle blieben sitzen – auch Momper. „Das war damals ein unerhörter Regelbruch, und der erforderte Mut“, sagt Momper. Es war das erste Sit-in an einer deutschen Universität und für den 21-Jährigen ein Schlüsselerlebnis.

Soviel zu 1966. Am 24. Oktober 2001 hat der Senat der FU die Zwangsexmatrikulation bei Überschreitung der Regelstudienzeit in die Satzung für Studienangelegenheiten aufgenommen.

Bachelor-Studiengänge verursachen Depressionen

Die Langzeitstudis gegen Studiengebühren empfehlen die alternative Therapie: Langzeitstudium oder Teilzeitstudium. Natürlich nur ohne den Druck von Studiengebühren.

Daher zur StuPa Wahl an der FU Berlin vom 15.-17.01.2008 - Liste 10, Langzeitstudis gegen Studiengebühren wählen!

Bachelor-Studiengänge verursachen Depressionen

Potsdam/Berlin (dpa/bb) - Der Leistungsdruck in den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen verursacht nach Ansicht von Studentenvertretern Depressionen. Die Zahl Berliner und Brandenburger Studenten, die vom Arzt Antidepressiva und Psychopharmaka verschrieben bekommen, liege weit über dem Durchschnitt aller Bundesbürger, teilte der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Potsdam (AStA) am Donnerstag mit und bezog sich auf eine Studie der Techniker Krankenkasse.

Gründe für die psychischen Erkrankungen seien auch wachsender Zeitdruck und Hektik. Die Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal habe zudem dazu geführt, dass Studierende trotz Krankheit wegen Geldmangels nicht zum Arzt gingen.


erschienen am 10.01.2008 um 13:55 Uhr in der Berliner Morgenpost

Exzellenz-Langzeitstudis

Beitrag aus der Tageszeitung Bremen: Exzellenz-Uni produziert Langzeitstudenten

Durch die "Bremen International Graduate School of Social Sciences" hat die Universität Bremen eine exzellente Graduiertenschule, sorgt aber gerade dadurch auch für Zuwachs bei den Langzeitstudis. Denn: Wegen Personalmangels werden an der Uni Bremen Pflichtveranstaltungen für Lehramtsstudierende nicht angeboten.

Der Abschluss von über 60 Lehramts-Studierenden verzögert sich wegen Personalmangels voraussichtlich um bis zu zwei Semester: Ihre Fächer gehören nicht zu den "wissenschaftlichen Schwerpunkten", die von der Uni-Leitung im Hinblick auf die Exzellenz-Initiative gepusht werden. Kürzlich hatte sich Uni-Rektor Wilfried Müller für "diesen Kurs" noch gelobt, und angekündigt, ihn beizubehalten.

Zwar freuen wir uns als Langzeitstudis über den Zuwachs an Langzeitstudierenden an der Uni Bremen, lehnen aber das Modell des "erzwungenen Langzeitstudiums" durch die Exzellenzinitiative entschieden ab. Vielmehr sollten exzellente Modelle für ein freiwilliges Langzeitstudium entwickelt werden.

Die "Berlin International Graduate School of Long-Term Studies" wird von den Langzeitstudis gegen Studiengebühren gerade ausgearbeitet und für die Freie Universität Berlin in der 4. Förderrunde dabeisein!

Schreckgespenst Langzeitstudent treibt Studierende zum Karriere-Coach

Nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers sehen sich Abiturienten einem immer höheren Karriere-Druck ausgesetzt. Durch Arbeitslosigkeit, Studienreform, Studiengebühren und das "Schreckgespenst des Langzeitstudiums" wird Abiturienen deutlich gemacht, dass sie sich ein Studium, das nicht auf die Karriere ausgerichtet ist, schlichtweg nicht leisten können:

Denn Umwege werden im Lebenslauf genauso ungern gesehen wie schlechte Noten. Und das Schreckgespenst des lahmen Langzeitstudenten geisterte lange genug durch die Medien, um die nächste Generation auf die schnelle Spur zu bringen.

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger weiterhin berichtet, bringt dieser Druck schon 20-jährige Studierende dazu, bei dubiosen Karriere-Coaches eine "Kernfindung" für bis zu 1000 € durchzuführen: Damit sie auf keinen Fall in die Gefahr laufen zu Langzeitstudenten zu werden.

Hamburg: Michael Naumann treibt Slawistik-Langzeitstudenten das Langzeitstudium aus

Der designierte Spitzenkandidat der Hamburger SPD, Michael Naumann hat sich zum Thema Studiengebühren geäußert - und erklärt uns auch gleich, warum Studiengebühren absolut sinnvoll sind:

Zum Thema Studiengebühren sagte der Mit-Herausgeber der "Zeit" und frühere Kulturstaatsminister, er sehe kein Riesenproblem darin, gewisse Gebühren zu erheben. Unter anderem auch, "um den sogenannten Langzeitstudenten das Langzeitstudium von 20 Semestern Slawistik auszutreiben". Zugleich müsse es jedoch Möglichkeiten geben, auch denjenigen ein Studium zu ermöglichen, die sich dieses nicht leisten könnten.

Bei einem echten Sozialdemokraten darf natürlich der nachgeschobene Hinweis auf die "Sozialverträglichkeit" der Studiengebühren nicht fehlen. Aber Studiengebühren müssen sein, sonst wird den Slawistik-Studenten im 20 Semester ja nie das Studium ausgetrieben! Was sollen die Hamburger Sozialdemokraten angesichts der Masse von Slawistik-Studenten im 20. Semester denn sonst auch tun?

Langzeit- und Seniorenstudenten blockieren bayrische Universitäten

In den letzten Monaten kommt es zu immer heftigeren Anfeindungen gegen Langzeitstudenten, aber auch die vielen Senioren in den Universitäten sind zunehmend scharfter Kritik ausgeliefert. So wird die Amersbergerin Theodora von Klaveness (Name von der Redaktion geändert), die im vierten Semester Germanistik und Sinologie in München studiert, im Münchner Merkur mit folgendem Zitat wiedergegeben:

Für Senioren- oder Langzeitstudenten seien Studiengebühren angemessen und berechtigt, meint die 22-Jährige. „Denn es kommt oft vor, dass Senioren uns normalen Studenten die Plätze wegnehmen und man in Seminaren auf dem Boden sitzen muss.“

Gottlob haben viele Universitäten in Bayern nun Studiengebühren eingeführt, um die Massen von Langzeit- und Seniorenstudis zurück ins Altersheim zu schicken! Schluss mit der skandalösen Blockadehaltung der Alten - und für Theodora von Klaveness wird endlich ein Sitzplatz im Seminar frei.

Stipendien für Langzeitstudis in Shanghai

Während in Deutschland Bildungskredite und Stipendien an die Regelstudienzeit gebunden sind, hat die Stadt Shanghai die Zeichen der Zeit schon früh erkannt und versucht verstärkt Langzeitstudis in die Stadt zu holen:

Außerdem vergibt die Stadt Shanghai ab 2007 Stipendien an Langzeitstudenten aus dem Ausland. Die Stipendiaten können dann mit Zuwendungen zwischen 4000 Yuan (398 Euro) und 40.000 Yuan pro Jahr rechnen.

ShanghaiDaily.com: Private colleges urged to recruit foreigners
Deutsche Übersetzung bei german.china.org.cn

Weniger Langzeitstudenten

Aus einem dpa-Artikel vom 07.12.2005

An jeder Uni gibt es sie: Langzeitstudenten. Doch Ihre Zeit läuft langsam ab.


Berlin (dpa) - Manche hatten Angst vor dem Abschluss, andere nutzten Freiräume beim Studieren für andere Tätigkeiten. Eine gewisse Zahl von Langzeitstudenten gehörte lange zum sozialen Gefüge rund um die Universität. Ihre Zeit läuft zunehmend ab, wie Statistiker jetzt belegen. Die Einführung von Gebühren für Langzeit- und Zweitstudium unter anderem in Hessen und Nordrhein-Westfalen ist der Hauptgrund für einen Rückgang der Studentenzahlen in Deutschland auf heute unter zwei Millionen.


Die Möglichkeit des Langzeitstudiums erschließt erst die Möglichkeit für andere Tätigkeiten und öffnet den einen oder anderen Freiraum. Dass im Zuge der neoliberalen Umstrukturierung des Bildungswesens eine solche Möglichkeit des Widerstandes gegen den Verwertungszwang nicht mehr geduldet werden kann, liegt auf der Hand. Daher müssen wir um jeden Langzeitstudienplatz, jedes Zweitstudium, jedes Studium bis zur Rente und überhaupt für die Freiheit des lebenslangen Lernens kämpfen!

Daher: Langzeitstudis gegen Studiengebühren - auf ins StuPa der FU Berlin, im Januar sind wieder StuPa-Wahlen. Hoffentlich nicht unsere letzten.

Kanzlerin gegen Langzeitstudis

Angela Merkel betont die Pflicht der Studierenden so schnell wie möglich zu
studieren, wie der FOCUS berichtet:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verteidigte die geplanten Studiengebühren. Merkel sagte am Mittwoch bei einer Festveranstaltung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in München, das Vorhaben sei „wirklich vertretbar“. Sie betonte: „Bei den Langzeitstudenten gibt es sowieso kein Pardon.“ Es gebe angesichts der Mittel, die in die universitäre Ausbildung gesteckt werden, eine „Pflicht“ für jeden Studierenden, schnell fertig zu werden.

http://focus.msn.de/politik/deutschland/studiengebuehren_nid_29795.html

langzeitstudis gegen studiengebühren

länger studieren - ohne gebühren!

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